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Presseartikel rund um die Landesgartenschau 2.023

Hier können Sie unsere aktuellen und archivierten Pressemitteilungen nachlesen. Wenn Sie Texte oder Fotos zum Download benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an Monika.Mueller(at)lgs-fulda-2023.de.

Baumspende für die Landesgartenschau

10.04.2021: 9 Frauen des Clubs Fulda und je eine Vertreterin der Clubs aus Lauterbach, Kassel und Göttingen von Soroptimist International (SI) legten selbst Hand an und pflanzten am Samstag, 10. April, im „Garten am Sprengelsrasen“ 30 regionale Apfelbäume aus der Baumschule Leinweber in Kalbach. Unterstützt wurden sie dabei von der Landesgartenschau Fulda 2023 gGmbH. Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche wird zur neuen, grünen Spange zwischen dem Tiergarten im Stadtteil Neuenberg und Fulda Galerie.
Nach der Zusage des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) 21 Klimawandelbäume zur Verfügung zu stellen, ist dies bereits die zweite Baumspende für die Landesgartenschau (LGS) Fulda. 
Mit der Pflanzaktion setzt der Frauenclub im 100. Jahr seines Bestehens ein Zeichen für den Klimaschutz: „100 neu gepflanzte Bäume in unserer Region sollen das Jubiläum des Frauenclubs von Soroptimist International dokumentieren. Gemeinsam mit den befreundeten Clubs in Lauterbach, Marburg, Gießen, Fritzlar-Homberg, Korbach, Bad Wildungen, Kassel und Göttingen haben wir ein regionales Baum-Netzwerk gegründet. Mit den ersten 30 Obstbäumen für die Gartenschau starten wir in unser Jubiläumsjahr“, erläutert Ellen Gilfrich-Solomon, Präsidentin des SI Clubs Fulda. Eigens für die Pflanzaktion hatten sich alle Teilnehmer*innen einem Corona-Schnelltest unterzogen.

Optimaler Standort

Dass die Wahl auf die LGS Fulda fiel, freut die Geschäftsführer der Durchführungsgesellschaft, Marcus Schlag und Jürgen Werner, besonders. „Wir danken den Soroptimistinnen sehr für ihr Engagement. Mit dem ‚Garten am Sprengelsrasen‘ haben wir den optimalen Standort gefunden, da diese neue Grünfläche im urbanen Lebensraum unserer Stadt zukünftig eine wichtige Rolle spielt“, erklärt Marcus Schlag.
Als grüne Spange zwischen dem Tiergarten Fulda und dem „Wohnpark Bastion“ im Stadtteil Fulda Galerie komme diesem Bereich eine besondere Bedeutung zu, ergänzt Jürgen Werner. Einerseits zeige es die zukunftsweisende Städteplanung in Kombination von Wohn- und Naherholungsraum, andererseits entstehe durch die Umwandlung von landwirtschaftlicher Nutzfläche in ein neues Freizeitareal mit grünen Wiesen, blühenden Obstbäumen und zahlreichen Ruheoasen ein attraktives Ausflugsziel, so der Geschäftsführer. 
Zusätzlich stelle der Anbau von Obst und Gemüse im heimischen Umfeld ein immer beliebteres Thema dar. So werde die Obsternte und die Betreuung der Gemüsegärten im „Garten am Sprengelsrasen“ nach der Gartenschau von den tegut...-Saisongärtnern übernommen, die damit – gemeinsam mit dem Grünflächenamt der Stadt Fulda – den sorgsamen Fortbestand der neuen Grünanlage sichern, informiert Marcus Schlag. Vor und während der Landesgartenschau übernehmen die Fachleute der Durchführungsgesellschaft die Pflege des Areals.
 

Online-GartenschauForum findet gute Resonanz Digitale Veranstaltung der Landesgartenschau Fulda 2023 gGmbH informiert zu Planungen und Bauarbeiten im „Park überm Engelshaus“

08.04.2021: Die erste digitale Gesprächsrunde der Reihe „GartenschauForum“ hat die Feuertaufe bestanden: Geschäftsführer Marcus Schlag informierte das zahlreich zugeschaltete  Publikum über Planungen, bauliche Herausforderungen und den Beginn der Bauarbeiten im „Park überm Engelshaus“, dem neuen Park für Fuldas Bürger*innen und ein Kernstück der Landesgartenschau (LGS) 2023.

Stadtbaurat Daniel Schreiner – der online zugeschaltet war – begrüßte die Teilnehmer*innen und dankte den Gartenschauverantwortlichen, dass sie Corona-bedingt eine digitale Präsentation anstelle der sonst üblichen Ortsbegehungen vorbereitet hatten.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Marcus Schlag, der zu Beginn eine kurze Vorstellung des Gesamtgeländes der Landesgartenschau gab, ehe er zu den detaillierten Planungen des neuen Parkgeländes in Fulda-Neuenberg überleitete. Dabei erläuterte der Geschäftsführer unter anderem Einzelheiten zu Ausstellungsinhalten wie Schaugärten, Friedhofsbeitrag, Ruheoasen und besondere Pflanzflächen, die in diesem Areal während der Gartenschau präsentiert werden. Auch die neue Fuß- und Radwegeverbindung mittels Brücke über die Sickelser Straße zum „Garten am Sprengelsrasen“ – dem dritten wichtigen Ausstellungsbereich der Gartenschau – wurde kurz thematisiert.

Ein eigens realisiertes Video, das in Teilen während der jüngsten Begehung des Fachbeirats im neuen Parkareal gedreht und durch Expertenkommentare ergänzt wurde, visualisierte den Zuschauern Örtlichkeit und Problematik des topografisch anspruchsvollen Geländes sowie Lösungen zur barrierefreien Erschließung der ehemals landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Zu Wort kamen in dem Video-Beitrag neben Geschäftsführer Marcus Schlag auch Architekt Steffan Robel vom Gewinner-Büro des Realisierungs- und Ideenwettbewerbs „A 24-Landschaft“ in Berlin und Hubert Hahner von den Franz Carl Nüdling Basaltwerken. Beide nahmen zu baulichen Herausforderungen im „Park überm Engelshaus“  Stellung.
„Wir wollen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern den Fortgang der Bauarbeiten näherbringen. Da derzeit Präsenzveranstaltungen nicht möglich sind, und Pläne alleine nicht unbedingt geeignet sind, Zusammenhänge und Konzepte transparent und verständlich zu vermitteln, haben wir uns für das Medium „Video“ entschieden. Die Resonanz darauf war sehr gut. Die Teilnehmer konnten sich so einen ersten Eindruck von der Situation vor Ort verschaffen“, resümierte Schlag.
Bis zum Beginn der Gartenschau plant Marcus Schlag gemeinsam mit seinem Geschäftsführungskollegen Jürgen Werner und einem Team aus Experten für Landschaftsplanung, Gartenbau und Veranstaltungswesen weitere Gartenschauforen, die inhaltlich über den Stand der Vorbereitungen zu Bauthemen, Ausstellungen, Hallenschauen und Veranstaltungen die breite Öffentlichkeit informieren werden.
Für das nächste GartenschauForum im Herbst kündigte der LGS-Geschäftsführer den „Garten am Sprengelsrasen“ und das Umfeld „Tiergarten“ an, verbunden mit der Hoffnung, diese Veranstaltung wieder in Präsenz durchführen zu können.

Interessierte können sich voraussichtlich ab Ende April das Video zur Gesprächsrunde auf der Homepage der Landesgartenschau Fulda 2023 ansehen, die dann ebenso wie der Newsletter an den Start geht.


 

„WeidEllipsium“ wird Veranstaltungsstätte der Landesgartenschau im Park überm Engelshaus Die Natur als Kulturbühne

30.03.2021: Sie hat das Zeug zum Lieblingsort auf der in 2023 stattfindenden Landesgartenschau (LGS): die derzeit entstehende Ellipse aus Weiden im Park überm Engelshaus. Hier entwickelt sich in den nächsten zwei Jahren ein Ort zum Ausruhen, eine Stätte für Kultur mit kleinen aber feinen Konzerten, Theater- oder Comedy-Vorführungen und besinnlichen Lesungen.

Das „WeidEllipsium“ – so der Arbeitstitel – ist ein lebendes Bauwerk. Noch ragt es wie ein Gerippe in die Landschaft, doch schon bald beginnen die ersten Triebe der gepflanzten Weiden auszuschlagen. So entsteht in den kommenden Jahren ein grünes Bauwerk, das für die Besucher*innen der Gartenschau 2023 zur Anlaufstelle für Erholung und Kunst gleichermaßen werden soll. Und was noch wichtiger ist: im Nachgang entsteht hier ein nachhaltiger Ort für Gemeinwesen – für Feste und Versammlungen der Bürger*innen von Fulda.

Ideengeber und Initiator des einzigartigen und bemerkenswerten Bauwerkes in der Region ist der Projektleiter „Ausstellungen“ der LGS Fulda 2.023 gGmbH, Reinhard Goos. Der erfahrene Landschaftsarchitekt hat in seiner über 20-jährigen Laufbahn ähnliche Konzepte umgesetzt. „Den neuen Geländeteilen für die Gartenschau hier in Fulda mangelt es an vorhandenem Baumbestand. So ist die Idee entstanden, zusätzliche Schattenplätze für die Besucher zu entwickeln“, erläutert Goos.
Neben sogenannten kleineren Weidentipis, die wie natürliche Zelte auf dem Gelände verteilt werden, sollte es zusätzlich einen Ort geben, der sich dazu eignet, als Kleinkunstbühne zu fungieren. „Ein temporäres Zelt wäre die Alternative gewesen, doch wir sehen uns dem Gedanken der Nachhaltigkeit verpflichtet. Daher haben wir uns entschieden, eine natürliche Kulturstätte entstehen zu lassen, die den Menschen in der Region auch nach der Gartenschau für unterschiedlichste Aktivitäten erhalten bleibt“, gibt der Fachmann einen Einblick in die Entscheidungsfindung. Im rund 150 Quadratmeter großen Innenareal ist neben einer kleinen Bühne genügend Platz für das Publikum – je nach Event bestuhlt oder unbestuhlt. Dank der offenen Strukturen gibt es zahlreiche natürlich gewachsene Zu- und Ausgangsmöglichkeiten.

Stabilität durch Begrünung

Während die Natur mit entsprechender Pflege durch Menschenhand das „WeidEllipsium“ von selbst begrünt, soll ein temporäres Segel in den Sommermonaten für Überdachung sorgen. Ein erster Test wird im kommenden Jahr stattfinden, da zunächst das Wachstum der Begrünung und die damit einhergehende Stabilität der gesamten Struktur gesichert sein müssen, so der Projektleiter und fügt an: „Das gesamte Konstrukt besteht aus über 1000 Trieben mit unterschiedlicher Länge, die alle aus der Region kommen und erst einwachsen müssen.“
Gebaut wird das Objekt von der Künstlergruppe „Sanfte Strukturen“ aus Herdwangen am Bodensee, die sich mittlerweile in der dritten Generation mit Aktionskunst beschäftigt. Anna Kalberer, deren Vater Marcel als „grüner Architekt“ Gründer des Familienbetriebs ist, und ihre Partnerin Peedy Evacic sind mit einem Team aus sechs Personen angereist, um das künstlerische Gebilde in nur drei Wochen im „Park überm Engelshaus“ entstehen zu lassen. Bis zur Gartenschau werden sie sich um den optimalen Grünbewuchs kümmern.

„Weiden brauchen viel Wasser und viel Licht, dann holt sich die Natur das von Menschen gemachte Bauwerk zurück“, erklärt Anna Kalberer und ergänzt: „Die Triebe wachsen nicht von den Enden heran, sondern treiben an den Ästen aus und werden mit entsprechender Pflege zu einem lebenden Kunstwerk, das wir ‚Landart‘ nennen.“
Das Team von „Sanfte Strukturen“ ist spezialisiert auf grüne Kunstobjekte, auch der Entwurf für das „WeidEllipsium“ stammt von den Künstlern vom Bodensee. Ihre Expertise für grüne Architektur ist so anerkannt, dass sie längst international arbeiten und unter anderem für Kronprinzessin Victoria von Schweden den „Victoria Pavillon“ in Malmö gestaltet haben.

„Es gibt nur wenige Spezialisten auf dem Gebiet des Weidenbaus. Für Anbieter aus der Region war die Größe des gewünschten Objektes ein Ausschlusskriterium, daher haben wir eine Ausschreibung  durchgeführt. Das Konzept von ‚Sanfte Strukturen‘ hat uns am meisten überzeugt“, beschreibt Projektleiter Reinhard Goos die Entwicklung im Vorfeld.
Für die geplanten kleineren Weidentipis für das Gartenschaugelände werde es eine gesonderte Ausschreibung geben und Goos hofft, dass sich dann auch Weidenbauer aus der Region finden, die sich daran beteiligen werden.

Landesgartenschau Fachbeirat informiert sich über Bauarbeiten am „Park überm Engelshaus“ und „Garten am Sprengelsrasen“ Vom Acker zur Grünanlage

05.03.2021: Sie wollten sich einen Einblick in den Fortgang der Bauarbeiten verschaffen: Die Mitglieder des Fachbeirates der Landesgartenschau Fulda 2.023 gGmbH nutzten einen Ortstermin am neuen „Park überm Engelshaus“ im Stadtteil Neuenberg, um sich über die ersten Schritte zur Entstehung der neuen Grünanlagen zu informieren. Quelle: Arnulf Müller

Die ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen werden zu weitläufigen Wiesenflächen mit Baumbestand, Spazier- und Radwegen, Spielplätzen sowie einer Anbindung an den Tiergarten umgestaltet. Aufenthaltsbereiche, Spiel- und Sportangebote sind in einem von diversen Pflanzungen unterbrochenen Aktionsband konzentriert. Innerhalb des Bandes und den angrenzenden freien Fläche werden während der Landesgartenschau (LGS) Beiträge wie Friedhofsgärtnerei, Schaugärten oder Beratergarten präsentiert.

Die beiden Geschäftsführer der LGS gGmbH, Jürgen Werner und Marcus Schlag, sowie Reinhard Goos als Projektleiter „Ausstellungen“ nahmen den Fachbeirat in der Neuenberger Straße am Fuß der Großbaustelle in Empfang. Nach einer mündlichen Vorstellung der geplanten Maßnahmen machten sich die Teilnehmer abstandsgerecht in zwei Gruppen auf den Weg über das Gelände.
Der „Park überm Engelshaus“ führt entlang der Sickelser Straße und schafft zusammen mit dem ebenfalls neuen „Garten am Sprengelsrasen“ zwischen Bastion und Tiergarten über das ehemalige Gartenschaugelände Auepark eine durchgehende Verbindung bis zum Naherholungsgebiet Aueweiher, erläuterten die Planungsverantwortlichen. „Diese grüne Verknüpfung zwischen den Stadtteilen Neuenberg und Fulda Galerie erschließt neue Freizeit- und Erholungsbereiche, nicht nur für die unmittelbaren Anwohner“, so die beiden Geschäftsführer.

Spezialisten ihres Faches

Beeindruckt zeigte sich die Mitglieder des Fachbeirates, zu denen unter anderem der ehemalige Geschäftsführer der 1. Hessischen Landesgartenschau in Fulda, Jürgen Patscha, der langjährige Geschäftsführer des Umweltzentrums, Volker Strauch, aber auch Vertreter von städtischen Fachämtern und Baumschulen sowie Torsten Raab vom Biosphärenreservat hessische Rhön und Edi Leib vom City Marketing Fulda gehören, vom zügigen Beginn der umfangreichen Erdbewegungsarbeiten.

Sie alle eint das Interesse und die Unterstützung für die Landesgartenschau 2023. Ihre Aufgabe besteht darin, mit ihren Fachkompetenzen Ideen und Anregungen aber auch konstruktive Kritik in die Planungen einzubringen.

Dank vieler fachlich versierter Fragen zu planerischen Inhalten wie beispielsweise der Überwindung der topografischen Gegebenheiten, der Gestaltung der Wegeführung oder der Einbeziehung gärtnerischer Themen und Ausstellungsbereiche in den zusammen ca. 6,5 ha großen Teilbereichen der Gartenschau, konnten sich Geschäftsführung und Fachbeirat bereits während der Begehung rege austauschen.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse an den Planungen, ist der Fachbeirat doch ein wichtiges Gremium, das Substanzielles zu Vorbereitungen und Organisation beisteuert“, betonen die beiden Geschäftsführer Marcus Schlag und Jürgen Werner. Vertieft werden soll der fachliche Austausch in der nächsten Woche im Rahmen einer Online-Sitzung, da Präsenztreffen derzeit noch nicht möglich seien, erklären die beiden LGS Verantwortlichen.

Neue Grünanlage verbindet Innenstadt mit Neuenberg und Fulda Galerie Landesgartenschau Fulda 2.023 startet Baubeginn mit "Park überm Engelshaus"

23.11.2020: Ausgedehnte Spaziergänge durch neuerschlossene Parkanlagen, die Natur am urbanen Siedlungsrand genießen oder neue Wanderrouten entdecken: All das wird zur Realität, wenn die Landesgartenschau 2023 die Tore öffnet. Mit dem 1. Spatenstich für den ersten Teilabschnitt – dem „Park überm Engelshaus“ im Stadtteil Neuenberg – beginnen offiziell die Baumaßnahmen zur 7. Hessischen Landesgartenschau in Fulda.

"Dieser neuen Grünfläche kommt eine entscheidende Bedeutung bei der Anbindung des Stadtteils Neuenberg an die Innenstadt und das Naherholungsgebiet Aueweiher zu. Zusammen mit dem „Garten am Sprengelsrasen“ und der neuen Brücke über die Sickelser Straße entsteht ein durchgängiger Grünzug sowie eine Rad- und Fußwegeverbindung von Fulda-Galerie bis zum Aueweiher“, erläutert Gartenschau-Geschäftsführer Marcus Schlag die Konzeption.

Ab dem 23. November rollen auf der ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche oberhalb der Neuenberger Straße und entlang der Sickelser Straße die Baumaschinen.

Aus dem prämierten Wettbewerbsbeitrag vom Mai 2019 entwickelte das Büro A24 Landschaft mit Sitz in Berlin gemeinsam mit den Verantwortlichen der LGS gGmbH um die Geschäftsführer Marcus Schlag und Jürgen Werner detaillierte Ausführungspläne. Nach europaweiter Ausschreibung und Prüfung der Angebote erhielt die Firma August Fichter aus Raunheim den Zuschlag.

Besonderes Merkmal des neuen Parks ist seine topografische Gestaltung. Vom Zugang in der Neuenberger Straße führt eine Rampen- und Treppenanlage zu einem Panoramaweg. Dabei wird ein Höhenunterschied von rund sieben Metern barrierefrei überwunden. Die Terrassierung des Geländes und die Fassung der Rampen erfolgt mit Betonmauern, die eine gestaltete Oberfläche aufweisen. Auf den Zwischenpodesten laden Bänke an abwechslungsreichen Staudenbeeten zum Verweilen ein, Bäume und Sträucher spenden Schatten.

Oberhalb der Rampen schließt sich ein serpentinenartiger Weg an, der auf die Anhöhe führt. Die gesamte Strecke – insbesondere an exponierten Stellen – bietet herrliche Ausblicke auf die Stadt.

Entlang des Weges finden sich verstreut „Klimawandelbäume“, ein Modellprojekt, das die LGS gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) durchführt. Hier werden zukunftsweisende Arten und Sorten gepflanzt, die auch unter den besonderen Bedingungen des Klimawandels in den Städten gedeihen.

Für Radfahrer entsteht entlang der Sickelser Straße ein asphaltierter Weg, der direkt zur „Brücke überm Engelshaus“ führt und die Anbindung über die Sickelser Straße und den unteren Bereich der Hohle zum Tiergarten und dem Landwehrweg ermöglicht. Großzügige Blumenwiesen, die für die heimische Fauna ein wichtiges Habitat bilden, ein Aktionsband mit bunten Pflanzbeeten sowie vielfältige Aufenthalts-, Spiel- und Sportangebote, aber auch Ruheoasen runden die Konzeption der neuen Grünanlage ab. Neben Holzdecks, Hängematten, Liegen und anderen Sitzmöglichkeiten gibt es Trampoline, Tischtennisplatten und einen Balancierparcours. Offene Plätze mit wassergebundener Oberfläche ermöglichen Boulespiel oder dienen als Treffpunkt.

Für Priska Hinz, Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hessen, ist der 1. Spatenstich als Auftakt für die Gestaltung der Landesgartenschau 2023 in Fulda ein Ereignis, dem sie gerne persönlich beigewohnt hätte. „Gartenschauen sorgen für nachhaltige Veränderungen in den Kommunen und sind daher mehr als nur temporäre Veranstaltungen. Sie bringen mehr Grün und Erholungsräume in die Städte, die dauerhaft bleiben. Damit steigt die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Gleichzeitig ist es auch eine touristische Werbung für den jeweiligen Ort, es werden mehr Besucherinnen und Besucher angezogen. Ich freue mich, dass mit dem offiziellen ersten Spatenstich die Bauphase für die Landesgartenschau 2023 in Fulda beginnt. Leider kann aufgrund von Corona kein gemeinsamer Termin vor Ort stattfinden, an dem auch ich gerne teilgenommen hätte. Ich wünsche dennoch allen Beteiligten für die anstehenden umfangreichen Arbeiten und Baumaßnahmen viel Erfolg und bin gespannt auf das Ergebnis.“

Auch Fuldas Oberbürgermeister, Dr. Heiko Wingenfeld, betont den Stellenwert für die Stadt: Hier zeige sich, wie die Projekte der Landesgartenschau nachhaltig zur Stadtentwicklung beitragen. Und Stadtbaurat Daniel Schreiner äußert sich hocherfreut über die konzeptionelle Umsetzung: „Aus einer bisher intensiv genutzten landwirtschaftlichen Fläche entsteht nun eine barrierefreie grüne Verbindung zwischen der Innenstadt und den Bereichen Neuenberg und Fulda-Galerie.“

Solange es die Witterung zulässt, sollen zunächst die Vor- und Erdarbeiten durchgeführt werden. Im Frühjahr folgen dann der Wegebau und die Pflanzarbeiten, während bereits Mitte 2021 mit dem Einbau der Ausstattungsgegenstände die Maßnahme fertiggestellt werden soll. Parallel zu den Bauarbeiten im Parkgelände erfolgt die Errichtung der Rampenanlage, die ebenfalls nächsten Sommer abgeschlossen sein wird.

Mit 3,6 Hektar stellt der „Park überm Engelshaus“ die größte Teilfläche der Landesgartenschau 2023 dar und auch der Höhenunterschied von rund 30 Metern ist einzigartig auf dem gesamten Gartenschauareal.

Bürgerbeteiligung Vorbereitung für die Landesgartenschau

August 2019: Die Vorbereitungen für die Planung des Areals für die Landesgartenschau 2023 begannen im Herbst 2017 mit einer Bürgerbeteiligung durch einen Bürgerspaziergang und -Workshop, bei der Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen einbringen konnten. Das Ergebnis: Gewünscht waren unter anderem die Einbindung der Landwirtschaft, Erweiterung des Heimattiergartens, Nutzung der Aueweiher, Verbesserung der Wegesysteme für Fußgänger und Radfahrer, Inklusion und Barrierefreiheit, Bau eines Baumwipfelpfades, naturnahe Spielpunkte für Kinder und einiges mehr. Aus diesen Vorschlägen und fachplanerischen Anforderungen wurden Vorgaben entwickelt, die in den folgenden städtebaulichen Ideenwettbewerb einflossen.

Städtebaulicher Realisierungs- und IdeenWettbewerb. Dieser städtebauliche Ideenwettbewerb endete im Mai 2018 mit einem Preisgericht, bei dem vier der 15 eingesendeten Arbeiten ausgezeichnet wurden. Das Konzept, welches den ersten Preis erhielt, fungiert als Basis für die weitere Planung.

Nach der detaillierten Vorstellung und Erläuterung aller Vorschläge, die der Fairness halber mit Nummern anonymisiert waren, wurden in mehreren Runden die vier besten Konzepte ausgewählt. Einstimmig wurde dabei der Entwurf des Büros „A24 Landschaftsarchitekten“ aus Berlin zum Sieger gekürt. Vor allem eine wohltuende Balance zwischen dem Erhalt qualitätsvoller Landschaftsräume, der behutsamen Weiterentwicklung vorhandener und charakteristischer Orte im Gelände und der Schaffung einer Abfolge attraktiver Aktions- und Verweilangebote stachen positiv heraus.

Die drei weiteren Preisträger waren „Capatti, Staubach Landschaftsarchitekten“ aus Berlin (2. Preis) sowie „geskes. Hack Landschaftsarchitekten“ aus Berlin (3.Platz) zusammen mit „Huttereimann Landschaftsarchitekten“ ebenfalls aus Berlin (3. Platz).

Die Jury des Preisgerichts bestand aus sechs unabhängigen Fachpreisrich-tern, sechs Sachpreisrichtern, darunter auch Bürgermeister Dag Wehner und Stadtbaurat Daniel Schreiner. Nicht stimmberechtigte Berater waren Vertreter der städtischen Fachabteilungen und Mitglieder des Bauausschusses.

 
Erläuterungen für Bürger

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurden die Konzepte am 21. Juni 2018 allen interessieren Bürgerinnen und Bürgern und natürlich insbesondere all jenen, die sich in den Workshops und beim Bürgerspaziergag mit Ideen eingebracht haben, von Fachleuten im Detail erläutert. Stadtbaurat Daniel Schreiner, der selbst Mitglied der Jury war, sowie Thomas Wirth vom Büro arc.gruen, das den Bürgerbeteiligungsprozess sowie den Wettbewerb eng begleitet hatte, haben die Preisträger-Entwürfe aber auch die anderen eingereichten Konzepte noch einmal vorgestellt und die Beweggründe für die Entscheidung der Jury erläutert. Konkret erläuterten sie auch, wie die Ideen aus der Bürgerschaft von den Büros aufgegriffen und umgesetzt wurden.