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Gesamtkonzept

Fulda möchte mit der Landesgartenschau die Chance zur nachhaltigen Stadtentwicklung nutzen und mit der Landesgartenschau 2.023 den neuen Stadtteil Fulda-Galerie fußläufig an die Innenstadt anbinden. Zugleich sollen die Themen urbane Landwirtschaft und Biodiversität aufgegriffen sowie in der Fuldaaue die gewerblich-industriell geprägte Kulturlandschaft im Einklang mit dem Naturraum, neu entwickelt werden. Damit kann die Stadt sich auch an die Folgen des Klimawandels anpassen und gleichzeitig lebenswert für alle Bürgerinnen und Bürger bleiben.

Ein Anknüpfen an die 1994 stattgefundene 1. Hessische Landesgartenschau und das Einbeziehen des ehemaligen Geländes rund um das Umweltzentrum ist fest im Konzept verankert.

Fuldaer Naherholungsgebiet Die Aueweiher

Das Gelände um die beiden Aueweiher ist bereits ein fester Bestandteil der Fuldaer Naherholungsflächen. Sie werden hauptsächlich durch Grundwasser gespeist und haben aktuell keinen Durchfluss. In der Wasserqualität und der Gewässerökologie bestehen daher sehr hohe Defizite. Als ein Begleitprojekt zur Landesgartenschau werden diese Weiher von der Stadt Fulda saniert, mit dem Ziel, die Wasserqualität deutlich zu verbessern. Zum Sanierungskonzept gehört auch die Zusammenlegung der beiden Weiher, wodurch ein großes Gewässer entsteht. Ein breites Holzdeck mit Wassergarten prägt zukünftig die nördliche Uferkante und dient als Ruhefläche sowie Aussichts- und Beobachtungspunkt im Übergang zu einer zweigeteilten Platzfläche.

Das Thema „Wasser“ ist das Leitmotiv dieser modellierten Platzfläche. Fließrichtungen bestimmen die Höhe und Ausrichtung der Modellierung, überstanden von den alten, erhaltenen Bäumen. Im ersten Teil des Platzes fließt mäandrierend das Wasser aus dem Überlauf des Weihers, während im zweiten Teil die trockene, befestigte Fläche an Treibholz erinnert und durchwandert werden kann.

Zur Landesgartenschau gehört auch die komplette Überarbeitung von West- und Ostufer des neuen Weihers. Östlich des Weihers schließt sich die Fulda mit einem Dammbauwerk und dahinter die Industriekante, die in diesem Zusammenhang neu definiert wird. Als zentraler Ausstellungsbereich wird der Aueweiher auf der Ostseite auch eingezäunt und damit Teil der Ausstellungsfläche der Landesgartenschau.

Die vorhandene Wiese am südlichen Ende wird mit einem breiten Flachufer über eine Wegeverbindung direkt an das westlich gelegene Vereinsportgelände angebunden und komplettiert den aktiven Freizeitbereich. Im Schatten der Bestandsbäume sind Slacklines bespannt und laden zum Balancieren ein. Ein großes Holzdeck mit Sitzstufen vermittelt den Höhenunterschied vom Weg zu dem tieferliegenden Uferbereich.

Das Wehr an der Fulda wird instandgesetzt und mit entsprechenden Informationstafeln ausgestattet. Der Platz wird durch weitere Sitzmöglichkeiten als Fuldafenster ausgebaut und bildet so einen wichtigen Knotenpunkt mit weitem Blick.

Der Badegarten wird entsprechend der Lage in der Stadt als Stadtteilpark aufgewertet und die notwendigen Spielflächen mit neuen Themen belegt.

Verbindung mit der Innenstadt Der Park "überm Engelshaus"

Der Name begründet sich auf dem alten Namen der Gemarkung. Hier wird ein neuer Parkteil geschaffen, um den „Garten am Sprengelsrasen“ über den Stadtteil Neuenberg mit der Innenstadt zu verbinden. Zur Zeit werden diese Flächen in unmittelbarer Nähe zu der Wohnbebauung ebenfalls noch als landwirtschaftliche Fläche genutzt.

Zwischen diesem neuen Parkteil und dem Tiergarten befindet sich eine Hohle. Die Überwindung dieser Hohle für Fußgänger und Radfahrer wird durch die neu konzipierte Brücke „Überm Engelshaus“ möglich gemacht. Diese Brücke überspannt auch gleichzeitig die Sickelser Straße. Dadurch entsteht eine durchgängige barrierefreie Rad- und Fußwegeverbindung von der Galerie bis in die Innenstadt.

Von diesem Weg ist die Silhouette der Stadt gut zu sehen, sodass hier auch von einem Panoramaweg gesprochen wird. Wie auch im „Garten am Sprengelsrasen“ sieht die Planung auch in diesem Parkteil ein Wiesen- und Aktionsband vor, das weitere Attraktionspunkte aufnehmen kann.

Dieser Parkteil wird während der Landesgartenschau eingezäunt werden und damit auch Teil der Ausstellungsfläche der Landesgartenschau vom April bis Oktober in 2023

Lückenschluss zwischen Stadtteil Galerie und dem Tiergarten Der Garten "am Sprengelsrasen"

Dieser neu geschaffene Grünzug schließt die Lücke zwischen der „Bastion“, dem Ende einer Grünanlage in dem Stadtteil Galerie und dem Tiergarten Fulda. Auf jetzt landwirtschaftlicher Fläche werden landschaftsgerechte Elemente der Freiraumplanung genutzt, um eine Parkanlage zu schaffen, die den Naherholungswert des Tiergartens erweitert und bis an den Stadtteil Galerie heranführt.

Die Verzahnung zwischen Alt und Neu, zwischen dem neuen „Garten am Sprengelsrasen“ und dem „Park an der Bastion“, wird in der Planung durch ein Wiesen- und Aktionsband dargestellt. Ein ca. 12 m breites Band, in dem viele kleine Attraktionen, wie Spielpunkte, Picknickplätze, oder auch andersartige Pflanzungen und Ansaaten gezeigt werden können. Es erstreckt sich auf einer Länge von fast 200 m, vom Eingangsgebäude des Tiergartens bis in den alten Park an der Bastion.

Der Tiergarten wird im Rahmen dieses Lückenschlusses deutlich aufgewertet, vergrößert und dem heutigen Stand der Tierhaltung angepasst. Als Teil dieser Aufwertung wird ein neues multifunktionales Eingangsgebäude errichtet. Schon in seinem Grundriss verbindet es in einer Bogenform den Tiergarten mit dem neuen Parkteil. Im rückwertigen Bereich des Geländes bekommt der Tiergarten noch ein Wirtschaftsgebäude, über das die Versorgung erfolgen wird. Als wichtiger Bestandteil wird noch im Bereich des Eingangsgebäudes ein großer Spielplatz errichtet. Eine Ergänzung für Familien zu der Attraktion des Tiergartens.

Als wichtiger Teil der Fuldaer Naherholung ist der Tiergarten jetzt ein Teil des „Garten am Sprengelsrasen“ und vervollständigt auch die klimatisch wertvolle Verbindung dieser Grünachse von der Galerie bis in die Innenstadt.