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Vorstellung der Rahmenprojekte

Die Planungen für die Landesgartenschau werden flankiert von städtischen Begleitprojekten, von denen die Stadt Fulda, alle Bürger und Besucher dauerhaft und nachhaltig profitieren werden.

Neuer Mensch-Tier-Begegnungsort Erweiterung des Tiergartens

Der Tiergarten erhält ein neues Konzept: Künftig steht das Verständnis für die Bedürfnisse der Tiere und die Möglichkeit der "hautnahen" Begegnung von Mensch und Tier im Mittelpunkt. Neben den Begegnungsbereichen wird auch reichlich Fläche für Rückzug und Beobachtung geben. Die Erweiterung des Tiergartens auf 3,8 ha schafft nicht nur neue Frei- und Weideflächen sondern auch Raum für einen neuen Wirtschaftshof und den Neubau eines Haupteingangsgebäudes (Torhaus).

Im Torhaus am Haupteingang werden der Kassen- und Shopbereich untergebracht; neben sanitären Anlagen und Mitarbeiterbüros finden dort auch noch das Warmhaus mit Außenvolieren Raum. Ein Bistrobereich und angrenzender Spielplatz mit abwechselungsreichen Spielgeräten zum Thema "Acker", lädt die Familien zum Verweilen ein. Begrünte Dachflächen mit integrierter Photovoltaikanlage sind Bestandteil des Energiekonzepts.

Das Wirtschaftsgebäude im neuen Erweiterungsteil des Tiergartens beinhaltet eine Werkstatt, Futter- und Gerätelager und einen Tierunterstand mit Qurantänestation.

Der angrenzende neugestaltete Garten am Sprengelsrasen bildet mit Wiesen, Obstbäumen sowie Gemüse- und Beerenobstflächen, einen gelungenen Übergang zum Park an der Bastion.

Verbindung der Stadtteile Brücke überm Engelshaus

Die Brücke überm Engelshaus überspannt künftig die untere Schnarrehohle sowie die Sickelser Straße und verbindet dadurch die Ortsteile Neuenbergs zwischen Landwehrweg und Hainzeller Straße. Durch diese Fuß- und Radwegebrücke entsteht eine Verbindung zum neuen Park überm Engelshaus und weiter ins Naherholungsgebiet Aueweiher, bis zur Innenstadt. Die Brücke hat eine Länge von 160 m und eine Breite von 4 m. Die Holzkonstruktion des Brückenträgers und die filigranen Stützen sollen das Bauwerk mit der Landschaft verschmelzen. Mit einer Steigung von 2,6 Prozent wird die Brücke eine bequeme und barrierefreie Verbindung für Fußgänger und Radfahrer bieten.  

Die neue Brücke ist Teil des Geh- und Radwegenetzes, das die Stadt Fulda im Rahmen der Landesgartenschau 2023 zwischen den überregionalen Routen in der Fuldaaue und dem Stadtteil Fulda-Galerie entwickelt.

Mit Stadtgrün gegen Klimawandel Klimawandelbäume

Der Klimawandel ist bereits in Hessen angekommen. In den zunehmend heißer werdenden Städten werden schattenspendende Stadtbäume und kühlende Grünflächen immer bedeutsamer. Aber unsere Stadtbäume leiden unter der zunehmenden Hitzebelastung und andauernden Trockenheit. Fehlt ihnen die richtige Widerstandsfähigkeit, geraten sie schnell in Stresssituationen, leiden unter Vitalitätsverlust und können schlussendlich absterben. Deutschlandweit wird bereits untersucht, welche Bäume zukünftig in Städten gepflanzt werden können und mit dem Klimawandel zurechtkommen. Hierbei werden neben heimischen auch Baumarten aus anderen Klimaregionen auf ihre zukünftige Einsetzbarkeit getestet.

Im Rahmen des Projekts KLIMPRAX (KLIMawandel in der PRAXis) Stadtgrün finanziert das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie auf der Landesgartenschau Fulda 2023 einen Klimabaumpfad mit 11 verschiedenen, klimawandelangepassten Arten, die zukünftig in unseren Städten zum Einsatz kommen können. Diese Arten zeichnen sich unter anderem durch ihre besondere Hitzeverträglichkeit und Trockenheitstoleranz aus. Sie können uns also auch unter erschwerten Bedingungen Schatten und Abkühlung bieten. 

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Neues Rad- und Fußwegekonzept Radweg-Brücke Rosenau

Die neue Radweg-Brücke bildet einen wichtigen Eckpfeiler des neuen Radwegkonzepts in der Fuldaaue zwischen Wiesenmühle und Hornungsbrücke. Es handelt sich hierbei um eine Metallkonstruktion aus Stahllängsträgern mit einer Stahlbetonplatte. Die Brückenlänge beträgt insgesamt rund 85 Meter, die Breite vier Meter.

Beim Ausbau der Radwege in der Fulda-Aue wird künftig die getrennte Führung von Fußgängern und Radfahrern gewährleistet, indem zwei eigenständige Wege mit unterschiedlichem Belag hergestellt werden. Über die neue Brücke soll künftig der Radverkehr fließen, während Fußgänger die hölzerne Querung in Höhe des Rosenbades, die derzeit ebenfalls saniert wird, nutzen werden. Mit der Brücke, die Teil der überregionalen Radwege R1, R2 und R3 ist, wird in der stark frequentierten Fuldaaue ein neues Angebot für Radfahrer geschaffen und die Unfallgefahr reduziert.

 

 

Neuer attraktiver Stadtteilpark Der Badegarten

Der zwischen den Fuldaauen und der Frankfurter Straße liegende Badegarten wird aufgewertet und neu konzipiert. Der Park wird zur besseren Erreichbarkeit barrierefrei an das umliegende Wegenetz angebunden und mit verschiedenen Spielebenen für alle Altesklassen attraktiv gemacht. Ein direkter Zugang zum Fuldakanal wird ermöglicht und bietet mit Sitzstufen am Wasser, Trittsteinen und einem Holzdeck Aufenthaltsmöglichkeiten.

Drei ovale Aktionsbereiche sprechen die unterschiedlichen Bedürfnisse und Altersgruppen an: Die "Sandspiel-Fläche" mit Sandbagger und Wasserspeier für die ganz Kleinen sowie die "Spielamöbe" mit Möglichkeiten zum Klettern, Schaukeln und einem großen Liege-Netz für die größeren Kinder, bieten Spiel- und Bewegungsangebote. Der "Lesegarten" mit ruhigen Sitzbänken rund um Staudenflächen lädt zum Verweilen und Ausruhen ein.

Wiederoffenlegung des Fuldakanals

Ein weiteres Rahmenprojekt ist die Öffnung des Fuldakanals, der an den Fuldaauen an die Fuldaer Innenstadt angrenzt.  In unmittelbarer Nähe zu dem Badegarten wird auf ca. 150 m der Kanal mit naturnaher Uferkante geöffnet. 

Der Fuldakanal wurde im 14. Jahrhundert angelegt um die mittelalterlichen Produktions-standorte mit Wasser von der Fulda zu versorgen. Über die Jahrhunderte siedelten sich verschiedene Gewerbe an, die das Wasser der Fulda für den Betrieb der Anlagen nutzten. Bis heute befinden sich am Fuldakanal Betriebe und Kraftwerke, die auf das Wasser der Fulda angewiesen sind. In den 1970er Jahren wurde der Teil des Fuldakanals zwischen Frankfurter Straße, ehemaligem Badegarten und dem Betriebsgraben der Kugelfabrik im Zuge der Bearbeitung eines Sanierungsgebietes aufgelöst. Dazu wurde der Kanal verfüllt und eine neue Wasserführung hergestellt.

Eine neue Parkpromenade verbindet künftig  den Auweiher, die Fulda
und die Stadt. Die Promenade teilt sich in einen stadtseitigen urbanen Abschnitt mit gefassten Ufermauern und einen parkseitigen Abschnitt mit Biotopen und einem Platz mit Stufen zum Verweilen. Dort wird das Wasser mal als Rinnsaal und mal als rauschende Wasserflut über eine Natursteinwand fließen, so dass sich für die Besucher ein spannender Ort zum Beobachten eröffent. Die Fotos zeigen einige Beispiele, wie dieser Bereich attraktiv gestaltet werden kann.
Über den Blütenreichtum der geplanten Bepflanzung werden sich nicht nur Besucher freuen, sondern auch die Falterraupen, die entsprechende Futterpflanzen vorfinden werden.